Der Verein MmBinA e.V. setzt sich zum Ziel, arbeitsuchende Menschen mit Behinderungen nachhaltig bei der Inklusion in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. Unserer Meinung nach ist es wichtig, Menschen mit Behinderung und die zukünftigen Arbeitgeber*innen gerade aus dem Mittelstand eine unabhängige, auf den Individualfall konzentrierte und positiv wirkende Unterstützung bei der Anbahnung der Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Zunächst wird für arbeitsuchende Menschen mit Behinderungen ein Rahmen geschaffen, der sie bei der Arbeitssuche nachhaltig unterstützt und die eigenen Stärken mobilisiert. Dies geschieht u. a. durch individuelle Coachings bei taktilum, die jobmacher. taktilum ist ein Bildungsträger (nach AZAV zertifiziert) für Menschen ohne und mit Behinderung, der seinen Klienten einen individuellen Handlungsplan anbietet. Es wird mit jedem Klienten bedarfsorientiert, anhand von vorhandenen und ausbaufähigen Fertigkeiten das Ziel erarbeitet, eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auszufüllen. Die Arbeit soll den Fähigkeiten entsprechen und Spaß machen, das Selbstbewusstsein stärken und die Freude am Leben stärken.

Die Unterstützung von MmBinA e.V. kommt den Klienten von taktilum zu gute. Daher ist es so enorm wichtig, dass zumindest alle erfolgreich vermittelten Klienten und deren Arbeitgeber*innen hier Mitglied werden. Die Unterstützung beginnt bei individuell erforderlichen Zusatzangeboten, die nicht mit den üblichen Trägern (Agentur für Arbeit und Deutsche Rentenversicherung) abgerechnet werden können. Beispielsweise wurde ein dringend erforderliches Stimmtraining für einen Rechtsanwaltsfachangestellten mit einem Profi finanziert. Der Klient, der große Probleme mit dem telefonieren hatte, konnte so grundlegende Techniken erlernen, die er nachhaltig in seinem Berufsalltag anwenden kann. MmBinA e.V. unterstützt auch die rehapädagogische Begleitung am Arbeitsplatz in den ersten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren nach der Jobvermittlung durch die Mitarbeiter von taktilum. Dieses Coaching, was auch die direkten Kollegen der Klienten einbezieht, trägt zur nachhaltigen Sicherung des Arbeitsplatzes bei. MmBinA e.V. übernimmt auch die Kosten für die Beantragung von Hilfsmitteln. Die Hilfsmittel für Menschen mit Beeinträchtigungen werden zwar von öffentlichen Trägern finanziert, die Beantragung wird aber den Klienten und den Arbeitgebern überlassen. Beide kennen sich aber i.d.R. nicht mit diesem langwierigen und komplizierten Prozess aus. Dadurch ist die Arbeitsaufnahme grundsätzlich gefährdet.

Wenn der Verein zukünftig finanziell besser aufgestellt ist, möchten wir gerne Hilfsmittel, die dringend erforderlich sind (vor-) finanzieren. Oft kommt es zu starken Verzögerungen im Genehmigungsverfahren oder Hilfsmittel werden einfach nicht genehmigt. Gerne nutzen die Klienten von taktilum die sog. „Probebeschäftigung“ als Einstiegsinstrument in den ersten Arbeitsmarkt für bis zu drei Monaten. Es dient zum Kennenlernen zwischen Arbeitgebern und Menschen mit Beeinträchtigungen. Leider wird die Ausstattung mit Hilfsmitteln oft so lange verzögert, dass erst bei Festeinstellung Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Das ist sehr kontraproduktiv, da die Klienten nicht dazu kommen ihre volle Leistungsfähigkeit zu präsentieren, wenn sie keine Hilfsmittel haben. MmBinA e.V. hat beispielsweise eine Stehhilfe für eine Küchenkraft finanziert, die in der ersten Arbeitswoche sofort nutzbar war. Diese Stehhilfe hilft dieser Person den Arbeitstag im wahren Sinne durchzustehen. Ohne diese schnelle Hilfe, wäre die Probezeit in einer Katastrophe geendet.

Darüber hinaus veranstaltet taktilum sogenannte angeleitete Peergroup-Treffen. Hier treffen sich die Klienten von taktilum, die schon im Job sind mit denjenigen, die noch auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitgeber sind. Es werden Erfahrungen ausgetauscht und so positive Sogeffekte genutzt, die von Menschen mit den gleichen Startbedingungen kommen.
Ebenso wichtig ist es Unternehmern eine Plattform zu geben. Wir wollen sie über die Vorteile und Chancen informieren, die für sie bei einer Anstellung eines Menschen mit Behinderungen  für ihre bestehende Belegschaft nutzen können. Auch den mit Mühe aufgebauten Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen können Fakten entgegengesetzt werden, die potentielle Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem gewinnbringenden Arbeitsverhältnis führen können.

MmBinA eröffnet so z. B.  die Möglichkeit, mit unentschlossenen, aber interessierten Unternehmen ins Gespräch zu kommen, die noch keine Menschen mit Behinderungen einstellen wollen oder können. Mittelfristig können Unternehmer über MmBinA viel leichter andere Unternehmen kennenlernen, die bereits Erfahrungen mit der Inklusion eines Menschen mit Behinderung gesammelt haben. Idealerweise führt das zum Abbau von Schwellenängsten. Langfristiges Ziel ist schließlich, diese Arbeitgeber zu einem späteren, für sie günstigeren Zeitpunkt zu überzeugen, einen Menschen mit Behinderungen in ihrem Unternehmen zu beschäftigen.

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